Herausforderungen als Unternehmerin. Diesmal: Wie baut man einen Produktaufsteller?

in Insight 12. Mai 2020

Yvonne, du brauchst einen Produktaufsteller. Ach... ja?

Als Unternehmerin wird man gerade zu Beginn fast täglich vor neue Herausforderungen gestellt. Nachdem vereinbart war, dass die GOLDELSE im hippen Pop-Up Store Kronprinz in Stuttgart einziehen darf (juchuuuhhh!) wurde ich gefragt, wie denn die Maße meines Produktaufstellers sind. Ähm… Produktaufsteller? Hab ich gar nicht… Ja, dann überleg dir mal was, hieß es. Okaaay… nee, klar… 

Planen und zeichnen in Zeiten von Corona

Gott sei Dank hatte ich sofort ein Bild im Kopf (wo das nun wieder herkam)  von einem Turm auf Rollen, in den man von allen Seiten reingreifen kann. Das Material war auch gleich klar: OSB (das sind diese Platten aus groben Holzspänen). Ich bin ein riesiger Fan von OSB, weil es super aussieht, in jedem Baumarkt erhältlich ist und weil es günstig ist. Also habe ich gemeinsam mit Frank (meiner handwerklich begabten besseren Hälfte) eine erste Skizze angefertigt. Die ging dann zur kritischen Prüfung an meine Freundin (ihres Zeichens Architektin), die wie immer super Input lieferte: Schwarze Farbe muss her, damit die gelben Flaschen vor dem Holz nicht untergehen und die Proportionen mussten auch noch mal überarbeitet werden. Also wurde eine neue Skizze inklusive einer Materialliste angefertigt und dann ab in den Baumarkt zum Holzzuschnitt. Das stellte sich auch noch mal als schwierig heraus. Denn dank Corona war der Zuschnittservice der meisten Baumärkte geschlossen. Hornbach in Ludwigsburg hatte auf, also hin…

Sägen, hämmern, streichen

Ausgestattet mit Platten, Rädern, Schrauben, Farbe und Holzleim haben wir uns dann auf dem Balkon ans Werk gemacht. Zusammengebaut war das gute Stück dank unserer Skizze dann doch recht schnell. Vorbereitung ist einfach alles. Während Frank geschraubt und geleimt hat, habe ich schwarz gestrichen. Sah alles schon ganz gut aus. Nun fehlte nur noch eine Halterung für die Flyer und ein Branding. Schnell kam die Idee auf, etwas mit Nägeln und Gummi zu kreieren. “Rotzig” sollte es aussehen (sagt meine Freundin immer), nicht so clean und eben passend zu den OSB Platten. Also haben wir Nägel in einen Dummie geschlagen und Gummi gespannt: Passt, wackelt und hat Luft. Mega! Und nun noch das Logo drauf. Stoff Büttner hatte die Plots angefertigt und da ich sowas noch nie aufgeklebt habe, hat er mir geholfen. Wie das ging? Na, ich hab den Aufsteller komplett aus der Wohnung über die Rosenbergstraße zum Sushi Warteraum gerollt und dabei ein Rad verloren (wo gehobelt wird, fallen Späne). Das Aufbringen auf die OSB Platten war ein echter Schei** weil die Plots auf der unebenen Oberfläche nicht halte wollten. Das hat uns echt Nerven gekostet. Aber auch da muss man eben durch. 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Als dann auch noch die Logos drauf waren, war ich stolz wie Bolle. Der Aufsteller ist genauso so geworden, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich hab ihn mit Flaschen befüllt und bin zwei Tage lange immer wieder grinsend um ihn herumgelaufen. Einfach mega! Und wieder habe ich (mit Unterstützung meiner Lieben) eine Herausforderung gemeistert. Der nächste Aufsteller ringt mir nur noch ein müdes Lächeln ab.

 

Welchen Herausforderungen willst/musst du dich stellen und wie gehst du damit um? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

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