Und da dachte ich: Jetzt ist Schluss!

in Insight 3. November 2020

Frust und Unzufriedenheit

Ich war gefrustet. Ich sehnte mich nach einer beruflichen Veränderung, aber meine Jobsuche lief miserabel. Zwar sagte mir mein Bauchgefühl von Anfang an, dass ein neuer Job diese Unzufriedenheit nicht auflösen würde, trotzdem startete ich reflexartig meinen Bewerbungsprozess.

 

Lächerliche Bewerbungsprozesse

Mit jedem Mal, das mich ein potenzieller Arbeitgeber ein ellenlanges Online-Bewerbungsformular ausfüllen lies, in dem akribisch meine Kenntnisse abgefragt wurden ohne dass sich jemand für mich als Person interessierte, mir auferlegt wurde, ein Motivationsschreiben einzureichen und ich wochenlang keine Antwort auf eine Bewerbung erhielt, stieg mein Frust und in meinem Kopf hämmerte es: “Das ist es nicht Yvonne, das ist nicht die Lösung. Eine Bewerbung soll doch auf Augenhöhe stattfinden. Das ist doch alles total lächerlich.” Und trotzdem machte ich weiter. Was wäre die Alternative gewesen? Ich wusste es nicht. Die einzige Möglichkeit nach Veränderung schien ein Jobwechsel zu sein.

 

Jetzt ist Schluss

Bis zu dem Tag an dem ich nach der Einreichung meiner Unterlagen die folgende E-Mail einer Personalerin erhielt: “Sehr geehrte Frau Henning, vielen Dank für Ihre Bewerbung. Um ein besseres Bild von Ihnen zu bekommen, teilen Sie uns bitte noch mit, was Sie im Zeitraum von 1996 bis 1998 gemacht haben” Wir schrieben das Jahr 2019. Und da wusste ich: Jetzt ist Schluss. Ich habe keine Lust mehr, mich von unfähigen Personalern frusten zu lassen und permanent der Bittsteller in diesem Prozess zu sein. Anscheinend gibt es immer noch genug qualifizierte Bewerber in diesem Land, die sowas mitmachen. Unsere Wirtschaft muss sich also keine Sorgen machen.

Wie ich zu meinem Glück fand

Ich durchlief einen längeren Prozess der Selbstfindung (aber das ist eine andere Geschichte), an dessen Ende GOLDELSE Likör stand. Bin ich jetzt glücklich? Und ob! Hier kann ich all meine Fähigkeiten einsetzen. Ich produziere heute 60 Liter Likör, morgen mache ich Buchhaltung und am Tag danach bastel ich an meiner Website. Ich habe in kurzer Zeit wahnsinnig viele nette und kreative Menschen kennen gelernt und niemand, mit dem ich geschäftlich zusammen arbeite fragt mich, was ich denn 1996 gemacht habe… 

Kennst du diesen Frust? Bist oder warst du schon in einer ähnlichen Situation? Schreib mir gerne!

One Comment
  1. Hallo 🙂

    wir sind Luca und Isa hatten vor einer Weile eine ähnliche Idee wie mit der Goldelse (natürlich kein Eierlikör ;). Erst war es eine kleine Spinnerei von uns, bis wir uns gefragt haben ‘Warum eigentlich nicht?’ und uns dann dazu entschlossen haben unsere Idee zu konkretisieren.
    Neulich sind wir dann zufällig im Rewe auf die Goldelse gestoßen und waren vom ersten Eindruck direkt überzeugt. Haben uns eine Flasche gekauft und zuhause dann mal gegoogelt. Als wir dann festgestellt haben, dass ihr auch in so einer Lage gesteckt habt und dann noch gelesen haben, dass man sich gerne melden kann, dachten wir, wir schreiben einfach mal eine Nachricht und fragen euch vielleicht nach einigen Erfahrungsberichten oder auch kleinen Tipps.

    Wir würden uns sehr über eine Antwort und vielleicht einen kleinen Austausch freuen!
    Liebe Grüße aus Stuttgart West 🙂

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